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LGB am Messestand

Verfasst: 13.02.2009, 11:13
von toyoliker
Hallo Forumsgemeinde,

ich möchte gerne auf einem unserer Messestände eine LGB hin und her fahren lassen. Es soll eine etwa 18 Meter gerade Strecke gebaut werden. Ich habe jetzt erstmal ein analoges LGB Starterset erworben, um in die Materie rein zu kommen. Nur bin ich mir jetzt nicht im klaren, wie ich es realisieren soll, dass die Bahn an den Entpunkten die Fahrtrichtung ändert. Ich habe da was von Kehrgleisen usw gehört, aber so richtig kann ich mir noch nicht vorstellen, wie an den Entpunkten die Stromrichtung getauscht werden könnte.

Vielen Dank im voraus.

Verfasst: 13.02.2009, 12:55
von Rio Grande
Es gibt von LGB eine Pendelzugautomatik (Nr. 10340), die macht alles alleine. Aufenthaltsdauer läßt sich einstellen.

Gleis aufbauen, Pendelautomatik anschließen, Zug aufs Gleis setzen, fertig.

Henrik

Verfasst: 13.02.2009, 12:58
von Marc
Was Du meinst ist eine Kehrschleifengarnitur. Dazu müßtest du an jedes Ende der geraden Strecke eine Weiche einsetzen und daran dann eine geschlossene Schleife mit Kehrschleifengarnitur daran anschliessen.
Das ist sehr teuer (2 Weichen, 2 Kehrschleifengarnituren), braucht einen Haufen Platz (die Schleifen brauchen selbst bei dem kleinen R1 Radius mind. 120cm Durchmesser {Radius bei R1 sind 60 cm}, sind dann aber ganz an der Tischkante!)
Nötig ist das, da bei Gleichstrom innerhalb einer Kehrschleife ohne Umpolung innerhalb der Strecke die Minuspol-Schine zwangsläufig an der Weiche auf die Pluspol-Schiene treffen würde = Kurzschluß!

Billiger wäre es dann gleich einen "Knochen" zu bauen - ca. 12 m gerades Gleis, 1 x "R1 30 Grad links", 4 x R1 30 Grad rechts, 1 x kurze Gerade, wieder 4 x R1 Kurven rechts und eine links, dann parallel zur ersten Gerade zurück und am anderen Ende wieder die gleiche Kurvenkombi - sieht dann aus wie ein Knochen.
Vorteile:
- Billig, da nur Standartschienen verwendet werden müssen!
- ohne Schnickschnack - 1Ampere Trafo von der Startpackung dran, Lok aufs Gleis und das Ding fährt Stundenlang im Kreis!
Nachteil: Braucht an den Enden halt auch ca 135 cm Durchmesser mindestens. R1 plus die kurze gerade die den Schienenabstand der Parallelgleise ermöglicht.

Elegant wäre eine Pendelautomatik. Der Zug fährt in einen Endbereich, bleibt stehen - die Elektrik polt sich automatisch um und der Zug fährt nach ein paar Sekunden in die Gegenrichtung um die Prozedur am anderen Ende zu wiederholen.
Kann man dann auch noch mit einem Ausweichgleis in der Mitte der Strecke für 2-Zug-Betrieb verfeinern - da wird Kazumba was dazu sagen können!

Verfasst: 13.02.2009, 14:01
von Kazumba
Kann man dann auch noch mit einem Ausweichgleis in der Mitte der Strecke für 2-Zug-Betrieb verfeinern - da wird Kazumba was dazu sagen können!
-also dann mal : Es reicht eine ganz simple Pendelautomatik von Ellendt-Electronics ( www. ellendt.electronics.de ) für ca 25 €. Geht bis 2 Ampere - also ausreichend für 2 Loks.
Die Ausweiche ist mit zwei Handweichen , 4 Unterbrechergleisen und ein paar Dioden (1N 4001) recht schnell realisiert.
Hier das Schaltbild :
Bild
Das ist für eine Messe sicher ein Blickfang.

Jede Pendelautomatik funktioniert nach dem Prinzip, dass nach einer (einstellbaren) Zeit die Polung des Gleises wechselt.
Damit die Lok an den Haltepunkten hält, müssen Unterbrechergleise mit Dioden eingebaut werden.
dass die Bahn an den Entpunkten die Fahrtrichtung ändert.
Die Länge der Ausweichgleise, resp. der abgetrennten Endhaltestrecken richtet sich nach der max. Länge der Züge, die man fahren lassen möchte. Unerheblich ist die Streckenlänge zwischen Endhaltepunkt (A oder C) und dem Beginn der Ausweichstrecke (B). Der zuerst ankommende Zug in der Ausweiche wartet in jedem Fall solange, bis der zweite Zug angelangt ist - und nach der eingestellten Zeit an der PA setzen beide Züge in Gegenrichtung ihre Fahrt nach den Endhaltepunkten fort.

Noch etwas zur Beachtung : Die angehängten Wagen dürfen keine Metallräder haben !!! - sonst gibt es Kurzschlüsse an den Unterbrechergleisen !!!
Eine evtl. geplante Lichtstromversorgung der Anhänger sollte über die Strombuchsen der Lok geschehen.

Alles klar ?

Verfasst: 13.02.2009, 14:46
von Allgäubahner
Hi toyoliker

Wie viel Platz ist den auf dem Messestand?

Verfasst: 13.02.2009, 15:04
von Kazumba
Hallo Allgäuer,
denke mal, das ist mit 18 m Länge - mehr oder weniger grade - schon beschrieben.
Denke auch, dass das Thema des Messestandes nicht LGB, Gartenbahn oder so ähnlich ist, sondern nur ein Blickfang für den Stand gesucht wird
- bitte toyoliker korrigiere mich, wenn dem nicht so ist ?

Da soll sich einfach etwas bewegen, damit die Messebesucher stehen bleiben (und staunen) :D

Verfasst: 13.02.2009, 16:45
von toyoliker
Kazumba hat geschrieben:Hallo Allgäuer,
denke mal, das ist mit 18 m Länge - mehr oder weniger grade - schon beschrieben.
Denke auch, dass das Thema des Messestandes nicht LGB, Gartenbahn oder so ähnlich ist, sondern nur ein Blickfang für den Stand gesucht wird
- bitte toyoliker korrigiere mich, wenn dem nicht so ist ?

Da soll sich einfach etwas bewegen, damit die Messebesucher stehen bleiben (und staunen) :D

100 %ig. Genau so hätte ich es auch geschrieben. Auf dem Zug sollen Weihnachtsartikel transportiert werden. Räuchermännchen, Stimmungsleuchter, Nussknacker usw.

Es geht um die Cadeaux in Leipzig.

Ich habe folgenden Artikel bei Ebay ersteigert:

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?Vie ... 0325299317

Ich habe gerade die Bahn soweit ich Teile hatte aufgebaut und mit diversen Mustern ausgestattet. Die Bahn läuft damit einwandfrei. Jetzt will mal ein bischen Radien usw. messen, um zu sehen, ob man vielleicht das "Knochen§ Prinzip bauen könnte.Das Problem ist aber bei 18 Meter Gerade, das Doppelte an Schienen benötige. Wäre interessant, da der Zug immer in Fahrtrichtung fährt, aber auch sehr Kosten und Platz intersiv für eine vielleicht einmalige Geschichte.

Die Variante mit der Pendenautomatik ist etwas doof, da der Zug nur vorwärts und Rückwarts fährt, aber Platzsparend zu bauen. So jetzt erstmal wieder messen.

Schon mal vielen Dank für das Interesse.

Verfasst: 13.02.2009, 21:01
von Marc
Die Masse habe ich Dir ja schon gegeben. Der Wendedurchmesser ist 135 cm - das Parallelgleis braucht in der Breite 2x 9 cm Gleisbreite plus einem Gleisabstand nun ca. 6 cm (beim Gleisabstand könntest Du ein wenig bescheissen, da sich ja bei Deinem geplanten 1-Zug Betrieb nie 2 Züge begegnen. Aber enger wie 4 cm sieht bekloppt aus!
Gleise, vor allem gerade Stücke, verlieren nicht an Wert - gebraucht kaufen und wenn Du nicht mehr willst wieder verkloppen!

Gebogene Gleise hast Du genug - Du brauchst 20 und besitzt 24. Die 6 geraden Gleise, die Du hast, bringen Dich genau 180 cm weit. Wobei eine Schlängelkurve die Szenerie beleben würde und die verbauten 4 Kurven Dir weiter 120 cm Strecke bringen.
Die Weichen brauchst Du ja nicht - die also wieder verkaufen und dafür gerade Gleise kaufen - wenn Du willst mache ich dir eine Teile-Liste für 18 m und baue eine Beispielstrecke auf (mit Verkürzter Gerade - 18 m habe ich im Wohnzimmer nicht!) und mache ein Photo mit gleichwertigen Wagen und Lok.

Verfasst: 14.02.2009, 17:44
von Kazumba
Hi,
100 %ig. Genau so hätte ich es auch geschrieben.

na, dann machs doch genau wie ich beschrieben habe.
Mit dem Starterset hast du bereits zwei Handweichen. Besorg dir ne zweite Lok mit Wagen nach deinem gusto, eine Pendelautomatic, ein paar Dioden, 4 Unterbrechergleise beidseitig, zwei Unterbrechergleise einseitig...
und schon läuft das ganze über 18 Meter - irgendwo mit einer Begegnung - über Stunden und Tage mit allem, was du auf die Waggons packen möchtest.
Das ist wirklich ne ganz simple Geschichte.

Verfasst: 14.02.2009, 18:07
von Kazumba
Hey Marc,
klar dass unser Freund mit den vorhandenen R1 ein paar "Schlängel" einbauen kann.
Ist aber eigentlich nicht das Thema - im Prinzip will er ja nur 18 m hin und her fahren - möglicherweise mit der von mir vorgeschlagenen Ausweiche.
Das Thema heißt einfach, Räucherstäbchen, etc publikumswirksam zu präsentieren auf einer oder mehreren Messen
Also - ein oder zwei Züge pendeln lassen - bepackt mit den zu verkaufenden Waren.
Je nach Lok kann man das mit Dampf und Geräusch eindrucksvoll machen.
Die Bahn ist aber immer nur das "Vehikel", um die Produkte an die Frau oder Mann zu bringen. So sehe ich es zumindest.

Verfasst: 14.02.2009, 19:20
von Marc
Sehe ich genauso - ich habe ihm nur die drei Möglichkeiten aufzeigen wollen mit allen Vor- und Nachteilen. Und obwohl ich an Erfahrung an Dir noch nicht mal "schnüffeln" kann - für die drei Möglichkeiten langt meine Erfahrung.
1. Pendelzugstrecke
Vorteile:
- man benötigt die wenigsten Gleise
- Bei einem Bau mit der von Dir verwendeten Elektonischen Steuerung recht günstig
Nachteile;
- Man hat einige Kabel rumhängen und sollte sich damit etwas auskennen
- Wagen neigen bei Druck viel leichter zum Entgleisen wie bei Zug
- Züge mit kleinen (kurzen) Loks bleiben beim Anfahren gerne stehen
- Beim Hin- und Herfahren und ständigen Anfahren fällt gerne mal was um auf den dekorierten Güterwagen

2. "Knochen"
Vorteile
- Nur die 2 Anschlußkabel
- Kontinuierliche Bewegung; immer nur Zug auf den Wagen
- dadurch eine gewisse Stabilität der Deko
- keine techn. Kenntnisse von Nöten
- Kosten entsprechen der Pendellösung
Nachteile:
- braucht am meisten Gleise
- braucht am meisten Platz

Die Kehrschleife vereinigt die Nachteile beider anderen Möglichkeiten und bietet keinen besonderen Vorteil. Vor allem sind die 2 benötigten Kehrschleifen-Garnituren sehr teuer.

Verfasst: 15.02.2009, 12:11
von Kazumba
Hallo,
von der Systematik schon richtig Marc.
In diesem speziellen Fall würd ich von der Kehrschleifenlösung aber absehen, weil die schaltungstechnik schon etwas anspruchsvoller ist - zumal, wenn möglicherweise die Kehrschleife auch in beiden Richtungen durchfahren werden soll.
Die simple LGB Kehrschleife ist nur einseitig durchfahrbar.
Wie (fast) überall gibts da auch sehr elegante Lösungen - für den geschilderten Fall/Zweck aber wohl zu aufwendig.