Kipp- oder Druckschalter?

Fragen und Beiträge zu den Waggons. Technik, Umbau von Wagen uvm.

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Walter H. Kraemer
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Kipp- oder Druckschalter?

Beitrag von Walter H. Kraemer » 30.01.2011, 12:22

Hallo Forumsmitglieder!
Ich habe meine sämtlichen Personen-, Gepäck- und Postwagen beleuchtet.
Damit diese aber nicht auch bei Tageslicht Strom verbrauchen, möchte ich die Beleuchtung auch abschalten können. Funktionsdecoder kommen wegen der Menge an Waggons aus Kostengründen wohl kaum in Frage. Deshalb meine Fragen an euch: Was ist von der Handhabung her praktischer, Kipp- oder Druckschalter?
Welcher Schalter ist kleiner und damit weniger auffallend?
Und jetzt meine dritte Frage: Um die Waggondächer leicht abnehmen zu können, möchte ich eine ganz kleine 2-polige Steckverbindung installieren. Gibt es so etwas oder was würdet ihr empfehlen?
Letzte Frage: Was würde ein Funktionsdecoder kosten?
Carpe diem!
Walter

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Wolle
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Beitrag von Wolle » 30.01.2011, 17:40

Hallo Walter,

meine Erfahrungen mit Druckschaltern sind nicht so gut, weil für mich einerseits je nach Typ die Stellung nicht immer auf Anhieb klar ist und die Mechanik bei kleinen Schaltern auch nicht so zuverlässig.

Bei Kippschaltern hat man eine leichte Erreichbarkeit, da der Hebel ja doch einige mm lang ist, was allerdings auch wieder auffälliger ist.

Was ist denn mit Schiebeschaltern? Sind m.E. am billigsten und auch am unauffälligsten, wenn man Miniaturschalter verwendet. Ich habe das jedenfalls so gemacht.

Ich empfehle immer, mal bei Conrad, Reichelt oder Völkner im Internet zu stöbern. Alle Schalter sind da mit Bild und Größenangaben. Ich könnte dir hier natürlich Bestellnummern raussuchen, aber ich denke, diese Entscheidung ist doch recht individuell.

Als Ministecker kann man 2-polige Platinen-Stiftleisten und Buchsenleisten Raster 2,54 nehmen und sich die benötigten Pole mit scharfer Zange abknipsen davon.
http://www.conrad.de/ce/de/CategoryProd ... 620&page=1

Ein Funktionsdecoder kostet von Tams ab 9,95 €.
http://www.conrad.de/ce/de/product/2469 ... Detail=005

Eine Gegenfrage: warum möchtest du die Dächer dauernd abnehmen, ich freue mich immer wenn sie noch vernünftig fest sitzen. Meist hebe ich die Wagen ja doch an der Dachkante an und bei losem Dach fallen sie dann runter, wenn ich Pech habe. Den Fehler mit losen Dächern werde ich nie wieder machen.
Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
Wolfgang

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Marc
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Beitrag von Marc » 30.01.2011, 22:02

Ich habe immer Kippschalter verbaut - ist weniger anfäälig.
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Gruß aus Stuttgart
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Walter H. Kraemer
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Kipp- oder Druckschalter?

Beitrag von Walter H. Kraemer » 31.01.2011, 14:36

Hallo Wolfgang, hallo Marc!
Erst einmal herzlichen Dank für eure Antworten. Eigentlich neige ich auch dazu, Kippschalterschalter zu verwenden, habe allerdings bislang keine Erfahrungen mit diesen Teilen. Deshalb meine Frage. Nun bringt Wolfgang noch eine dritte Variante ins Spiel. Mir geht es in der Tat darum, daß der Schalter erstens unauffällig und zweitens leicht zu bedienen ist.
Ich werde also mal zu C. fahren und mir die Kipp- und die Schiebeschalter mal ansehen und dann entscheiden. Die 2-poligen Stift- und Buchsenleisten
kann ich mir dann ja auch gleich beschaffen.
Zu Deiner Frage, Wolfgang: Ich will ja gar nicht so oft die Dächer abnehmen. Aber wenn es mal sein muß, um z.B. den einen oder anderen Fahrgast auszuwechseln oder umzutauschen, möchte ich die Beleuchtung mit einer kurzen Steckverbindung trennen können.
Letztlich, 9,95 € für einen einfachen Decoder, das bedeutet in meinem Falle, knapp 250 € nur für die digitale Variante auszugeben, das ist zu viel.
Carpe diem!
Walter

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Beitrag von Marc » 31.01.2011, 20:22

Also - es gibt bei mir 2 Möglichkeiten:

Kippschalter zwischen Batteriekasten (Conrad) und Lampe - ca. 5 €
Kippschalter durchgeschleift durch den Zug - mit Stromabnehmender Achse, da diese auch wieder den Zug versorgt, ca 30 € - dafür leuchtet die Lampe aber auch bei einem reinen Güterzug, bei dem ich nicht durchschleifen kann
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Gruß aus Stuttgart
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Re: Kipp- oder Druckschalter?

Beitrag von Wolle » 31.01.2011, 20:43

Walter H. Kraemer hat geschrieben:Ich will ja gar nicht so oft die Dächer abnehmen. Aber wenn es mal sein muß, um z.B. den einen oder anderen Fahrgast auszuwechseln oder umzutauschen, möchte ich die Beleuchtung mit einer kurzen Steckverbindung trennen können.
Hallo Walter,
jetzt hab ichs verstanden, ich hatte zuerst geglaubt, du wolltest die Schrauben und Rastnasen weglassen und die Dächer mit fest angeklebten Steckern festhalten - weiß auch nicht wie ich da drauf gekommen bin . . . vielleicht weil meine Beleuchtung nicht am Dach festgemacht ist.

Das mit dem Durchschlaufen des Beleuchtungsstroms habe ich auch schon mal gemacht, aber mich haben dann immer die Kabel gestört, wenn die Wagen nicht gekuppelt waren und außerdem das Gefummel beim Zusammenstecken. Jetzt hat jeder Wagen eine Stromabnehmerachse und einen kleinen Schiebeschalter auf der Elektronikplatine, den ich durch die Stirnwandtür erreiche. Vielleicht auch nicht der Weisheit letzter Schluss . . .

Ich werde mir jetzt mal überlegen, wie ich die Kupplungen stromleitend machen kann, im H0 geht das schließlich auch.
Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
Wolfgang

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Beitrag von Marc » 31.01.2011, 21:26

Hallo Wolle, manchmal scheint einem Süddeutschen nicht ganz klat zu sein was ein Fischkopp so denkt:

Angestrebt werden "stromführende Kupplungen" (die es gibt) aber ein Schiebeschalter ist zu teuer??????????????????????????

Dann schleife ich von der Lok weg und jeder zweite- bis dritte Wagen (Personenzug) hat eine stromableitende Achse nur bei den Güterzügen ist der letzte Wagen autark!

Jetzt denke ich mal nach - 9V Halter, Kippschalter und Schlußlicht am Ende des Güterzugs in einem Kastenwagen am Boden deselben - Schalter € 1,30,
9v Halter 0,60 € - und ein bischen Kabel und Lötzinn.

Durchschleifen??? Die Kabel laufen zwischen , bzw. neben den Kupplungen, werden auch da zusammengesteckt - wo ist also das Problem??

Naja

Gruß Marc
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Beitrag von Wolle » 31.01.2011, 22:10

Hallo Marc,

das versteh ich jetz nich, warum Schiebeschalter zu teuer sein sollen, ich benutze die für 11 Cent:
http://www.reichelt.de/index.html?ARTIKEL=T%20215;

Ich meinte Kupplungen, die auf LGB-Flaschenöffnern basieren und irgendwelche Bleche oder sonstwas haben, die beim Zusammenschieben el. Kontakt herstellen. Weiterhin müssen die auch mit ferngesteuerten Entkupplern (Krois, Dietz) kompatibel sein. Die Suchfunktionen in den Foren geben da nichts her, Hersteller hab ich auch keine gefunden. Welche Kupplung meinst du denn?
Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
Wolfgang

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Beitrag von Dragoner » 31.01.2011, 22:15

könnte noch ne variante anbieten. wenn das reisepersonalständig ausgewechselt wird, könnte man denen doch unterm hintern ein magnet kleben und zum einschalten den passagier dann auf die richtige bank setzen unter der ein Reedkontakt ist. dann ist licht nur an wenn irgend ein Gast mit magnetischem Po auf der Bank sitzt. wäre doch ne lustige Variante. und man hat villeicht glück bei sauberer arbeit sieht man garnichts.
Avatar ist mit Humor zu betrachten.
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Beitrag von Wolle » 31.01.2011, 22:45

Ja, DAS ist doch mal ne kreative Idee!

Tagsüber die Familien im Wagen, mit Kindern (unmagnetisch), und abends dann - schwupp - auswechseln und die Nachtschwärmer (erkennbar an Flasch Bier in der Hand) mit dem Magnethintern rein ;-)
Viele Grüße aus Schleswig-Holstein
Wolfgang

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Walter H. Kraemer
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Beitrag von Walter H. Kraemer » 01.02.2011, 19:47

Hallo Henry, Marc und Wolfgang!
Danke, daß ihr euch so intensiv mit dem Thema beschäftigt.
Nur zur Erläuterung: Aus Gewichtsgründen und um einen niedrigen Schwerpunkt zu haben, laufen meine sämtlichen Waggons auf Metallrädern.
Die beleuchteten Wagen haben eine unter das jeweilige Dach geschraubte Massoth-Lichtleiste sowie jeweils zwei stromabnehmende Achsen, damit das Licht nicht flackert. Es wird keine Versorgung durchgeschleift, sondern jeder beleuchtete Waggon zieht sich seinen Strombedarf selber. Dadurch bin ich nicht gezwungen, in festen Zugverbänden zu fahren und kann ohne Aufwand jeden Waggon an- oder abkoppeln. Ich müßte also auch, wenn ich Henrys Vorschlag folgen wollte, jeweils einen Reedkontakt und einen magnetischen Fahrgast pro Wagen einsetzen und ich wäre gezwungen, alle naslang die Dächer abzunehmen, nee nee....
Zu dem, von Dir, Wolfgang, erwähnten Schiebeschalter stellt sich für mich die Frage, wie und auch wo befestigst Du diese Schalter?
Carpe diem!
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Beitrag von Marc » 01.02.2011, 20:43

Walter,

diese Lösung ist mit Sicherheit die effektivste, aber zweifellos auch die finanziell aufwendigste, da ich bei einem Zug mit z.B. 5 Personenwaggons, was ja jetzt nicht wirklich viel ist, schon 10 Stromführende Achsen brauche.

Ich fahre sowieso oft in festen Zugverbänden, bzw. in festen agonverbänden mit wechselnden Zugloks - da kann man dann mit 2 Stromführenden Achsen (wenn man von der Lok auch noch wegschleift mit einer stromführenden Achse) auskommen.

Beleuchtung nehme ich Schraubbirnchen mit Halter von Prefo da mir die LEDs einfach von der Lichtfarbe nicht gefallen.

Metallachsen habe ich auch an jedem Wagen.

Nur Wagen, die wie ein Caboose bei amerikanischen Güterzügen, weit weg von der Lok hängen und wo die Güterwagen zwischen Schlußwagen und Lok keinen Strom brauchen sowie Güterwagen mit Zugschlußlicht sind, wie von Dir beschrieben extra versorgt mit 2 Stromführenden Achsen.

Caboose und Personenwagen von Aristocraft sind werkseitig komplett mit allem ausgestattet und mit Schiebeschaltern ausgestattet.
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Beitrag von Wolle » 01.02.2011, 21:39

Hallo Walter,

ich fahre nur US-Modelle, da sind die meisten schon mit Schaltern ausgestattet.

Hier ein Aristocraft-Modell; den Schiebeschalter habe ich belassen und einen Flackerschutz zusätzlich eingebaut (die Platine oben)
Bild

Hier ein alter Bachmann-Bausatz, (noch mit eingebautem Batteriekasten), in der Bildmitte sieht man den Ausschnitt für den Schalter (noch nicht eingebaut)
Bild

Meine LGB-Modelle sind meistens sammelwürdige Stücke, die ich in absolutem Originalzustand behalte. Hier werden keinerlei Ausschnitte gemacht, nichts angeklebt und auch keine Schrauben eingedreht. Die Elektronik für die Beleuchtung ist hier auf einer Platine, die von oben über das Ofenrohr im Wagen gestülpt ist und auf der Unterseite u.a. ein Trimmpoiti und den Schalter hat. Wenn ich mit dem Finger durch die Tür reiche, fühle ich diesen Schalter gut und kann ihn betätigen. Ich sehe gerade, dass er auf dem Foto schlecht zu erkennen ist, es ist der dunkle Fleck rechts oben vom blauen Poti.
Bild

Das trifft sicher nicht so ganz direkt deine Erfordernisse, aber nun hast du schon mal eine Vorstellung, was so geht. Die Schalter an der Wagenunterseite findet man recht leicht beim Tasten unter dem Wagen, unauffällig sindsie da eh.
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Walter H. Kraemer
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Beitrag von Walter H. Kraemer » 02.02.2011, 16:23

Hallo Marc, hallo Wolfgang!
Marc, Du hast natürlich recht. Es ist eine aufwändige Angelegenheit, aber da ich viele meiner Waggons als Gebrauchtware erworben habe, sind sie auf diesem Wege im Laufe der Jahre nach und nach aufgewertet worden. Es handelt sich also um LGB-Standardware und ist deshalb nicht besonders sammelwürdig. Ich bin einfach nur Spielbahner. Einer der von mir gebraucht erworbenen Gepäckwagen hatte so einen Kippschalter bereits eingebaut, so bin ich auf den Gedanken gekommen, die übrigen beleuchteten Waggons auch mit Schaltern zu versehen.
Meine Fragen sind nun folgende: Kann man diese Schiebeschalter mit z.B. Heißkleber im Waggon befestigen oder benötige ich einen Spezialkleber? Reichen diese Schieber durch die Materialstärke des Waggonbodens oder muß der ganze Schiebeschalter durch den Waggonboden gesteckt werden?
Ich werde es auf jeden Fall mal ausprobieren.
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Walter

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Beitrag von Marc » 02.02.2011, 18:53

Kippschalter muß man nicht verkleben. Die werden einfach mit ihrem Gewinde von innen durch ein zu bohrendes Loch gesteckt und von aussen mit einer Mutter gekontert:

Bild

Ansicht von unten

Bild

Innenansicht - das blaue Kabel ist durch den Schalter geführt. Stromversorgung, da Schlußwagen bei Güterzügen autark durch Batterie, ginge aber auch über Stromachse.
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