Gleisradien -welche nutzt ihr, welche vermeidet ihr?

Fragen und Beiträge zu Schienen und Weichen. Gleise umbauen, Weichen elektrisieren uvm.

Moderator: lgb-fan

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Dupk
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Gleisradien -welche nutzt ihr, welche vermeidet ihr?

Beitrag von Dupk »

Hallo,

ich würde gerne eure Meinung zu den vier Gleisradien wissen.
Welche nehmt ihr?
Welche vermeidet ihr und warum?
Welche würdet ihr nehmen, wenn ihr nochmals von ganz vorne anfangen könntet?

Warum ich frage?
Weil ich gerade anfange und noch nicht viel Gleismaterial besitze, aber Probleme vermeiden möchte.

Vielen Dank für eure Antworten!

LG
Dirk
Kazumba
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Beitrag von Kazumba »

Hallo Dirk,

das ist natürlich sehr von den Platzverhältnissen abhängig.
Grundsätzlich - je weiter die Radien, desto besser siehts aus - insbesondere bei großen Loks und Wagen.
R3 - incl. der Weichen - ist ein guter Kompromiss.
Darüberhinaus würde ich - wo immer es geht - mit Flexgleisen (bis 3 m erhältlich) arbeiten. Weniger Schienenstöße = weniger Stromführungsprobleme. Und die Bögen biege ich mir so, wie ich sie brauche = Unabhängigkeit von irgendwelchen vorgegebenen Radien.

Kenne viele, die ihre ursprüngliche R1 Anlage später auf R3 umgebaut haben - aber wie gesagt, in erster Linie eine Platzfrage.

Eine kleine Nebenbahnstrecke, auf der nur einmotorige Loks fahren (z.B. eine Zahnradstrecke oder eine andere Pendelstrecke) kann man durchaus integrieren.
Als Anhänger der analogen Technik bin ich sowieso ein Verfechter der Idee mehrerer getrennter Fahrkreise.
Grüße aus dem Schwabenländle
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Marc
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Beitrag von Marc »

Ich habe bei der bestehenden Anlage ausschliesslich R1 verwendet - und bin sehr zufrieden damit. Allerdings stößt man da irgendwann an Grenzen.
Sobald man große Loks oder lange Wagen zum Einsatz bringt wird's entweder optisch unschön oder die Loks / Wagen packen es nicht mehr.

Bei LGB läuft alles auf R1 - alle E-Loks, die meisten 2 motorigen Dampfer und lange Diesel wie die V200 sehen aber bescheiden aus.
Bei Aristo und Bachmann stößt man schnell an die Grenzen.
Lange Piko-Loks gehen zwar um R1, sehen aber richtig bescheiden aus und sind so hart an der Grenze ihrer Kurvengängigkeit, daß Entgleisen ein Dauerzustand ist.

Für enge Platzverhältnisse ist R2 eine Alternative - die R1-gängigen Loks bekommen da auf jeden Fall Spiel und laufen stabiler.
R3 ist optimal, am besten mit Flexgleisen jede Kurve an R3 orientieren und wenn möglich etwas aufweiten. Bis auf die "Big Boy" von US-Trains müßte dann so ziemlich alles laufen - die braucht R5. Aber wer hat schon überall 5 Meter Platz für einen Halbkreis?
"Manchmal ist man das Insekt - manchmal auch die Windschutzscheibe!"
Gruß aus Stuttgart
Marc
wilko
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Beitrag von wilko »

Hallo Dirk.

Wenn ich so wie Du am Anfang stehen würde ,käme für für mich der Radiius R1 kaum in Frage.
Stehe selbst noch am Anfang und kann leider auf R1 aus Platzgründen nicht verzichten.
Längere Wagen sehen aber Teilweise sehr bescheiden darauf aus und bei verssuchen habe ich festgestellt das gerade dreiachsige Wagen gerne entgleisen.Also wenn es der Platz zulässt erst ab R2, ich versuche wo ich kann auf R2 und R3 auszuweichen.

Soviel von einem Neuling, der nur Erfahrung aus Versuchen hat
Gruß
Wilfried
waranenlgb
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Beitrag von waranenlgb »

Hallo,also ich an deiner stelle würde nur ab R3 und größer verwenden.
Ich persönlich habe auch erst angefangen mit LGB bzw. wieder!!
Und alles was unter R3 ist, ist ein Witz! Am besten R5. Dann sieht das super schön aus. Und es kommt vorbildlicher! M.F.G Andy 8)
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Marc
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Beitrag von Marc »

Hallo Andy,

diese Diskussion habe ich mit Kazumba schon seit wir uns kennen.
Kleine Loks in der "Stainz"-Klasse oder Lokomotiven mit sehr aufwendigen Fahrwerken wie die LGB-Mallets (Mallet, Uitah und Sumpter Valley) brauchen kleinere Radien um zu wirken - eine Stainz mit 4-6 kurzen Wagen auf einer R5 Strecke wirkt wie ein Trabant auf der Autobahn - und ist optisch langweilig. Diese Züge müssen sich schlängeln, die kurzen, weil sie sonst verloren wirken, die Mallets, weil man nur dann ihre technischen Besonderheiten geniessen kann.

Bei langen E-Loks, grossen Diesel, Dampfer mit langen Verbundfahrwerken und langen Wagen gebe ich Dir recht.
Nur - R5 ist soweit von der Platzrealität der meisten Gartenbahnern entfernt das R3 wohl das Orientierungsmaß bleiben wird.
"Manchmal ist man das Insekt - manchmal auch die Windschutzscheibe!"
Gruß aus Stuttgart
Marc
waranenlgb
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Hallo

Beitrag von waranenlgb »

J klar wirkt eine Stainz mit zwei oder drei kleinen Hängern auf einen R3 oder R5 Radius wie verlassen und hingestellt.
ich habe vor 10 Jahren mit LGB aus Finanziellen,- Platz Gründen aufgehört, und auch ein Stainz besessen plus enge Radien
Doch war es immer mein bestreben nach größeren Loks.
Jetzt wo ich wieder angefangen haben mit LGB, bei Null.
Habe ich mich erst kar nicht wieder mit der Stainz und R1 oder R2 , ... , beschäftigt. Da mir das Geld zu schade ist. Auch wenns erst ma um einen Einstieg geht!
Sinnvoller finde ich , ist es gleich mit dem anzufangen was man will oder schön findet. Dank Forums , Austellungen, ..... !
Deswegen habe ich mich gleich für vern. Thielgleis und R ab 3 und größer entschieden und nach 10 Jahren habe ich mir gleich die 99-7234-0
geholt mit MSZ 3 und 5 HSB Gerätewagen. Geld spielt auch immer ein wichtige rolle. Doch kostet eine Anfangspackung auch knapp 260 latten dazu ein bar gerade Gleise und weg sind knapp 400 latten. Und was bitte schön bleibt in der Ecke liegen und war Sinnlos ausgegeben. Das einzigste was man von der Startpackung benutzt ist die Stainz und der Trafo für Zubehör , vielleicht noch die Figuren, bei Güterpackung die Hänger. So da ist es doch Sinnvoller gleich richtig das Geld zu investieren.
Meine Meinung. Auch wenn ich hier wieder auf andere Meinungen stoße.
Aber ich Empfehle jeden ab unter R3 nix zuverwenden. Und das ist schon ein Kompromiss, denn selbst den R3 finde ich z.B für die 99 7234-0 deutlich zu klein , besser R5 oder größer. Denn Rechnet man um, der Kleinste Radius auf der Harzer Strecke liegt bei R 60m, das durch 22.5 wäre ein R von ca. 2,6m also ein Durchmesser von 5,2m.Also ganz Vorbildlich. Und doch schön anzusehen.
M.F.G Andy 8)
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Marc
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Beitrag von Marc »

Ich habe versucht einen anderen Weg zu gehen - mir wurde von Anfang an von einem erfahrenen Gartenbahner (Kazumba) von R1 abgeraten, gerade mit Blick auf die mit der Zeit steigenden Ansprüche.
Dennoch bin ich auch aus finanziellen Gründen mit R1 aus den Startlöchern.
Inzwischen gibt es eine fertige R1-Strecke, die zwar an der ein oder anderen Stelle auf R2 aufgeweitet wird, aber in ihrem Charakter als Nebenbahn erhalten bleibt um die herum zur Zeit eine >R3 Strecke geplant und schon gebaut wird. Die R1 Strecke ist in der Gleisführung abgeschlossen und wird nicht weiter ausgebaut, nur noch optimiert.
So habe ich beides - kleine Radien für kleine Züge (die mir auch gefallen) und eine "große" Strecke für die Monster. Grenzfälle wie die Mallet oder ähnliches können über zwei Verbindungstrassen wechseln.

Natürlich weiß ich, daß die Realität in unseren Maßstab umgerechnet, fast immer zu R5 führt. Aber 5,20m habe ich an einigen Stellen im Garten, die ich einbinden muß um eine respektable Streckenlänge zu bekommen, einfach nicht.
Ich bin deswegen anderst an die Sache rangegangen - ich habe mir eine Lok gesucht, die irgendwann mal das Maximum der Loks darstellen soll, die bei mir verkehren können und bin da bei der 2-8-8-2 von Aristo gelandet. Die kann R3 fahren und somit werde ich mich an dieser orientieren. Wo Platz ist werde ich auch weiter aufbiegen, keine Frage!
Aber Standart wird R3 werden - auch von den Weichen her!
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Gruß aus Stuttgart
Marc
waranenlgb
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Hallo Marc

Beitrag von waranenlgb »

Ja R3 geht doch wenns net anders geht. Kompromisse muß man eh machen bzw. LGB ist ja eh net ganz 100% Vorbildlich(NietenZähler)und 100 %Vorbildgerecht gehts eh net höchstens bei spur zwei von Magnus und Co. und da ziehts einen ja die Hosen vom Geld her aus.Mann nehme eine 01èr die verklemmt sich ja zwischen einen so engen Radius.hihihihihih.Aber R1 und R2 hat meiner Meinung nach Feldbahngeometrie und eine Meterspur in echt die auf einen R1 fährt wenn man umrechnet geht ,alleine schon aus Mechanischengründen ,nicht gut bzw. ist nicht machbar. Aber R3 ist schon ein guter Kompromiss. Wenn auch net immer. Aber ich sage immer, lieber einen kleineren Bahnhof und weniger geraden und dafür größer Radien. Bzw. einen Bogenbahnhof, Bogenweichen sind hier von Thiel nicht gerade billig aber der Hammer!Bei weichen jedoch finde ich die R3 Weichen gut.Knapp 10 Meter wären das in echt an Länge der Weiche. Das kommt hin. Bei HSB z.B.
M.F.G Andy 8)
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